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BioFilia

Lehre vom Leben

Darwin und Darwinfinken
Charles Darwin (1809 – 1882) gilt als ein Begründer der Evolutionstheorie und damit zu den Wegbereitern der modernen Biologie. Die von ihm beschriebenen Darwinfinken waren zwar nicht – wie es häufig dargestellt wird – die Grundlage für seine Annahmen, dennoch sind sie aber bis heute ein anschauliches Beispiel für die Entstehung von Arten.

Wie natürlich schon jede kurze Suche im Internet ergibt, ist die Biologie die Lehre vom Leben, oder auch die Wissenschaft von den Lebewesen.

Das Wort selbst ist zusammengesetzt aus den altgriechischen Wörtern bíos, (deutsch ‚Leben‘) und -logie, abgeleitet aus lógos (deutsch ‚Lehre‘). Erstmalig tauchte der Begriff im 18. Jahrhundert auf. 

Doch was steht nun hinter diesem Wort, womit beschäftigt sich die Biologie?

Die Biologie ist genauso vielfältig und vielschichtig wie das Leben selbst.

Ganz allgemein beschäftigt sich die Biologie mit der Erforschung von Lebewesen. Erforscht werden können zum Beispiel Aufbau, Organisation und Entwicklung von Lebewesen, Lebensvorgänge und – prozesse, Gesetzmäßigkeiten des Lebens und Besonderheiten der verschiedenen Lebewesen.

Dabei findet die Forschung auf ganz verschiedenen Ebenen statt: auf der Ebene der Moleküle oder der Zellen, auf der Ebene des gesamten Lebewesens oder auch auf der Ebene von  ganzen Ökosystemen.

Manche Vorgänge, die in der Biologie erforscht werden, dauern nur winzigste Bruchteile von Sekunden – und andere dauern Millionen von Jahren.

 

Biologie – so vielfältig wie das Leben selbst

Weil die Biologie so vielfältig ist, hat sie viele verschiedene Fachgebiete. Nicht immer können diese Fachgebiete klar voneinander getrennt werden, sie bilden viele gemeinsame Schnittmengen oder bauen aufeinander auf.

Manche Einteilungen beziehen sich auf die Gruppe von Lebewesen, die untersucht wird (z.B. Mikrobiologie für die Erforschung von Mikroorganismen, Zoologie für die Erforschung von Tieren) oder auf die Ebene, die untersucht wird (z.B. Molekularbiologie für die Erforschung der Molekül-Ebene).

Das Ziel der Biologie ist es, herauszufinden, wie Leben auf allen Ebenen funktioniert und die gewonnenen Erkenntnisse zur Lösung anderer Probleme zu verwenden – z.B. in der Medizin oder zum Schutz der Umwelt.

 

Faszination Leben – eine lange Geschichte

Schon seit Menschengedenken werden Vorgänge in der lebendigen Natur beobachtet und beschrieben und versucht, sie zu erklären. Sehr oft spielten bei den Erklärungsansätzen spirituelle Weltanschauungen eine große Rolle.

Diese traten in den Hintergrund, als die Biologie immer mehr eine systematische Naturwissenschaft wurde. Dies geschah umfassend aber erst ab dem 16. und 17. Jahrhundert.

Die Entstehung der Biologie als Wissenschaft

Mendel und Erbsen
Der katholische Ordenspriester und Abt Gregor Mendel (1822 – 1884) entdeckte die Gesetze der Vererbung, die nach ihm benannten Mendelschen Regeln, bei seinen Kreuzungs-Experimenten mit Erbsen. Heute gilt er als Vater der Genetik.

Der Ursprung der modernen Biologie ist wahrscheinlich bei den Philosophien der griechischen Antike zu suchen. Deren Traditionen wurden auch im Römischen Reich weiter beibehalten, doch mit Ende des Römischen Reiches ging viel Wissen verloren.

Hauptsächlich erhalten blieb das Wissen bei Medizinern, die während des Mittelalters vor allem im vorderen Orient eine Blütezeit erlebten und schon frühe Formen wissenschaftlicher Methoden anwandten.

Mit Beginn der Neuzeit stieg auch in Europa wieder das Interesse an empirischer Forschung.

Im 17. und 18. Jahrhundert beschäftigten sich Wissenschaftler vor allem mit der Klassifikation des Lebens, also damit, verschiedene Lebensformen anhand ihrer Merkmale sozusagen in Schubladen einzuordnen.

Im späten 16. Jahrhundert wurden die ersten Mikroskope entwickelt. Diese Erfindung, die sichtbar machen kann, was für das bloße Auge zu klein ist, gab der Biologie eine ganz neue Dimension.

Im 19. Jahrhundert schließlich wurde die Biologie endgültig zur Naturwissenschaft.

Von großer Bedeutung waren und sind z.B. die Erkenntnisse von Charles Darwin zur Entstehung der Arten und Gregor Mendels Forschungen zur Vererbung, die allerdings zunächst für viele Jahre in Vergessenheit gerieten, bevor ihre Bedeutung erkannt wurde.

Es geht weiter…

Im letzten Jahrhundert wurden die Methoden und auch die genutzte Technik immer mehr verfeinert und zunehmend experimentell geforscht, sodass Erkenntnisse in vorher nicht zugänglichen Bereichen gewonnen werden konnten… und jede neue Entdeckung führt zu neuen Fragen.

Eine unendliche Geschichte – es bleibt also spannend.

 

Und was genau ist Leben? Lies hier weiter!

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